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Der Wasserzweckverband „Mittlere Neiße-Schöps“ ist seit 21 Jahren der kommunale Träger der Wasserver- und Abwasserentsorgung und hat 1995 die Anlagenbetreibung und wirtschaftliche Betriebsführung, auf der Grundlage eines Pachtvertrages, der Stadtwerke Weißwasser GmbH übertragen bekommen. 

  • 16.196 Einwohner bezogen im Jahr 2014 das Trinkwasser über den WZV.
  • Für 12.251 Einwohner ist der WZV für die Entsorgung zuständig.
  • Dabei sind im Verbandsgebiet schon 4.351 Einwohner an zentrale Netze angeschlossen.
  • 7.520 Einwohner wurden dezentral entsorgt.
  • Die Größe des Ver- und Entsorgungsgebiet beträgt 720 km².

 

 

Aktuelle Entwicklungen zur zukünftigen Trinkwasserversorgung Weißwassers und der Region

Uferfiltratfassung östlich des Bärwalder Sees als alternative Variante möglich

Für die künftige Trinkwasserversorgung der Stadt Weißwasser und weiterer Orte des Wasserzweckverbandes Mittlere Neiße-Schöps (WZV) gibt es möglicherweise eine neue, kostengünstigere Lösung. Als Alternative für die bisher vorgesehene Fernwasserleitung von Sdier (Ortsteil von Großdubrau, Landkreis Bautzen) über mehr als 20 Kilometer in das zu versorgende Gebiet wird jetzt eine Versorgung aus Uferfiltrat aus dem Bärwalder See verfolgt.

Diese Variante war auf Vorschlag des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft geprüft worden. „Wir konnten diese Variante vorschlagen, weil sich die Beschaffenheit des Bärwalder Sees und des umliegenden Grundwassers deutlich besser entwickelt hat als zunächst erwartet. Gegenüber einer Versorgung über die Trinkwasserfernleitung von Sdier  nach Weißwasser werden sich die nötigen Investitions- und Betriebskosten deutlich verringern“, so Umweltstaatssekretär Herbert Wolff.

Die grundsätzliche Machbarkeit dieser Variante der Trinkwasserversorgung wurde vom Grundwasser-Consulting-Institut Dresden (GFI) in einer Studie untersucht. Wie Prof. Dr. Ludwig Luckner  vom GFI sagte, sei eine Versorgung der Stadt Weißwasser und der umliegenden Gemeinden mit Trinkwasser dauerhaft durch die neue Uferfiltrat-Fassung Bärwalde-Ost möglich. Die Seewasserbeschaffenheit sei bestens zur Uferfiltrat-Gewinnung geeignet, es lägen keine weiteren Ausschluss-Kriterien für diese Variante vor. Diese Fassung ist gut verträglich mit touristischen und naturschutzrechtlichen Belangen.

Modellrechnungen zur derzeit vorhandenen Wasserfassung Bärwalde-West haben ergeben, dass zwar mindestens bis zum Jahr 2026 ausreichend sulfatarmes Rohwasser gewonnen werden kann. Danach kann dieses Wasser wegen steigender Sulfatbelastung aber voraussichtlich nicht mehr genutzt werden. Die verbleibende Zeit ist jedoch ausreichend für die Aufgabenträger, um die Trinkwasserversorgung aus Uferfiltrat oder aus Sdier umzusetzen.

Festgelegt wurde, dass zur Überwachung des Zustroms sulfathaltigen Grundwassers aus der Bergbaukippe in Richtung der Wasserfassung Bärwalde-West zwei Vorwarnpegel durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) errichtet werden sollen. Die Finanzierung dafür ist gesichert. Zudem werden die beiden Aufgabenträger die bestehenden Optionen „Wasserversorgung durch Uferfiltratfassung“ und „Wasserversorgung über Fernwasserleitung Sdier“ im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der erforderlichen Investitionen sowie der zu erwartenden laufende Aufwendungen erneut vergleichen, sobald genauere Planungsdaten vorliegen.

Download: Pressemitteilung des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft vom 18.07.2016

Trinkwasserversorgung im Versorgungsgebiet Weißwasser und Versorgungsgebiet Boxberg

Leider können wir Sie derzeit mit keinen neuen Informationen in dieser Angelegenheit versorgen. Derzeit befinden wir uns immer noch in den Verhandlungen mit den verschiedenen zuständigen Institutionen. Wir bitten daher um Verständnis. Sobald weitere Ergebnisse erreicht sind, halten wir Sie auf dem Laufenden.

 

Pressemitteilung vom 15.04.2014

 

 Pressemitteilung Trinkwasserversorgung vom 15.04.2014

Karte Ver- und Entsorgungsgbiete

Karte Ver- und Entsorgungsgebiet